Oxymoron-Porträt-Serie
 Projekt: OXYMORON Portraitserie - 2003

Der Einsatz des Computers als Werkzeug und die Thematisierung des menschlichen Antlitz stellen ein Novum in meinem künstlerischen Schaffen dar. Auslösendes Moment war das vermehrte Aufkommen von gepixelten Bildern in den Medien zur Anonymisierung unbeteiligter Personen, Unkenntlichmachung von Autokennzeichen bei Unfallfotos, sowie die groben Bilder von Videokameras im Sicherheitsbereich, wo es auf die Erfassung der charakteristischen Züge und die biometrischen Masse zur Identifizierung von Personen ankommt.

  
 

Es handelt es sich um ein Bildobjekt, in dem sich zwei unterschiedliche Motive durch Reflexion miteinander verbinden und zu einem Bild verschmelzen. Nähert sich der Betrachter dem Objekt, lösen sich die Motive in Hunderte kleine Quadrate auf.

Wird das Bildobjekte von links betrachtet, ist der weibliche, von rechts der männliche Part sichtbar. Von Vorne betrachtet vermischen sich die beiden Motive zu einem Bild, das durch die Reflexion der Portraits erzeugt wird.

 

 
Bewegt sich der Betrachter vor dem Objekt, changiert das Motiv und erzeugt den Eindruck eines sich wandelnden Bildes.

Diese Konzeption ist von der ideellen Schönheit einer Paarbeziehung getragen. Ich wollte Personen, die schon lange zusammenleben, in einem Bild gleichzeitig so darstellen, dass sich ihr Antlitz als Farbschimmer miteinander verbindet.

 

Oxymoron, das,(grch.) Stilistik: die Verbindung von sich eigentlich wiedersprechenden Begriffen,(armer Reicher, Eile mit Weile) - Zusammenstellung zweier sich wiedersprechender Begriffe in einem Additionswort, (bittersüß)