0+1+1+2+3+5+8+13-X
 0+1+1+2+3+558+13-X Fibonacci-Zahlenreihe (Arbeiten seit 1991)

Die Zahlenreihe 1+1+2+3+5+8+13+21+34+55 u.s.w. wurde entdeckt vom italienischen Mathematiker Leonardo Pisano, genannt der "Pisaner" oder nach dem Übernamen seines Vaters "Fibonacci" (der "Gutmütige"). Außer den Jahreszahlen seiner Buchveröffentlichungen liegen keine genauen Lebensdaten vor. (ca. 1770 -1250). Das Bemerkenswerte dieser Zahlen und Zahlenfolge besteht darin, daß sich jede Zahl aus der Summe der beiden vorangegangen Zahlen bildet. Bemerkenswert ist, dass sich die Spiralform von Muscheln und Schnecken sowie das Wachstum der Blüten nach der Fibonacci- Zahlenreihe vollzieht, z. B. die Zahl und Anordnung der Blütenblätter bei Lilien (3), Apfelblüten (5); Rittersporn (8) usw.

 
 

Die hier gezeigten Arbeiten entstammen der Werkgruppe "1+1+2+3+5+8+13-X":, deren Konstruktionsproportionen sich an die Fibonacci – Zahlenreihe anlehnen. Sie umfasst neben Entwürfen, Zeichnungen und Siebdrucken skulpturale Arbeiten in Stahl, sowie farbig angelegte reliefartige Objekte.

 

Bei den Stelen wird das den Reliefs zugrundeliegende Prinzip in unterschiedlicher Form in die Dreidimensionalität umgesetzt. Bei einem Teil der Skulpturen erfolgt die Ausführung aus einem – in bewusster Anlehnung an die Polypeptidketten des Kollagentyps (Begriff aus der molekularen Zellbiologie) – spiralförmig um einen manchmal imaginären Kern gewundenen Linienpaar. Andere wiederum bestehen aus einem Kern, dessen Aussparungen der Fibonacci – Progression entsprechen.
 

  

Arbeiten, die nicht in Stahl ausgeführt sind, unterliegen einem Farbkonzept mit den Primärfarben Gelb, Rot, Blau und eventuell derer ersten Mischfarben Orange, Violett und Grün.
Bei allen Objekten verläuft die Progression von oben nach unten.
(0+1+1+2+3+5+8+13-X)
 

 

Katalogtext anlässlich der Ausstellung "7 Positionen österreichischer Kunst aus Vorarlberg" -
Galerie Lindenplatz, Vaduz/FL:

 

rational – konkret – vermittelbar?
 
Der Unterzeichnete denkt angesichts der visualisierten Zahlenreihe an die Kanons, wie an und in antiken Tempeln, romanischen und gotischen Domen, barocken Schlössern, buddhistischen Heiligtümern, Werken der Indianer und der alten Ägypter zur Anwendung gekommen: im Grundriss und im Aufgehenden.
Freilich sagen wir – aus dem Bauch heraus – diese seien schön. Aber ihre Schönheit liegt wesentlich in der Rationalität. Der Riß für den Turm – einer wie jener des Ulmer Münsters und vergleichsweise andere – kann auf einem zwei Meter hohen Blatt Papier niedergelegt sein. Man könnte sich vorstellen, daß der Architekt nicht zu reisen brauchte (hat es dennoch getan). Die Angaben eines Rasters, eines Rhythmus – mit zulässigen Variablen (und auch diese gleichsam katalogmäßig zur Auswahl) – war mittels eines Proportionsschlüssels zu übergeben.
So landen wir nun bei Musik, der Gefühlvollen – und beim Problem der Vermittelbarkeit: Zählen, Tasten, Schwingen, Hören . . . ist das schon alles ?

Dr. philos. Helmut Swozilek

  

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Die Lithographie „Netzwerk“
entstand in Zusammenarbeit mit dem
„Museum für Druckgrafik“ in Rankweil (A).

 

Auflage:     20 Stück

Format:      Motiv  21 x 17 cm, Blatt   38 x 27 cm

Preis:         € 150,-