Öffentlicher Raum
 „Do.Helix“, Sägerbrücke-Skulptur, Dornbirn, 2016



 

 

 
 

Im Mai 2016 wurde die von Hubert Lampert entworfene Skulptur „Do.Helix“ auf der neuen Sägerbrücke montiert. Die Installation des Vorarlberger Künstlers ist ein besonderer Blickfang beim neuen Einfahrtstor in die Dornbirner Innenstadt. Der Bau der Brücke und die Straßensanierung zwischen der Sägerstraße und der Kronenkreuzung ist die zweite Etappe der Neugestaltung der Stadtstraße.

Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann:
„Die neue Brücke ist ein architektonisches Schmuckstück und durch die Verlegung der Bushaltestellen ein attraktiver Verkehrsknotenpunkt. Mit der Installation von Hubert Lampert wurde ein Ausrufezeichen geschaffen, das weithin sichtbar das Tor in die Dornbirner Innenstadt markiert.“

Kunst im öffentlichen Raum hat im Laufe der vergangenen Jahre ihre „Standpunkte“ erheblich verändert. Was einst als Reiterstandbild, als Statue, als sichtbares und im schlimmen Fall dekoratives Zeichen wirtschaftlicher oder politischer Macht, als tourismusorientierte Aufladung einer Flaniermeile, als temporäre Sozialplastik in Problemzonen diente, hat bei der auf der Sägerbrücke installierten Arbeit „Do.Helix“ eine andere Ausgangslage. Es geht um die Brückenskulptur des Vorarlberger Künstlers und Bildhauers Hubert Lampert. Diese Skulptur steht in einem engen und gleichzeitig weiten Funktionszusammenhang mit einem Bauwerk, das eine der Haupteinfahrts-/Ausfahrtspforten der Stadt Dornbirn neu strukturiert. Über die eigentliche funktionelle Basis der verkehrsmäßigen Überwindung der Dornbirner Ach hinaus dient diese Brücke als hochfrequentierte Drehscheibe des öffentlichen Busnetzes und verlangt dem folgend auch eine entsprechend hohe Aufenthaltsqualität.

Platzartige Öffnung des Innenstadtbereichs

Der Gewinner des Architekturwettbewerbs, die Architekturwerkstatt Hugo Dworzak, hat für den Brückenneubau eine Lösung vorgeschlagen, die eher ungewöhnlich ist: die Brücke ist breiter als lang, sie weist eine Breite von 37,5 Metern und eine Länge von 32,5 Metern auf. Der PKW- und LKW-Verkehr wird vierspurig mittig geführt, die jeweils 7,5 Meter breiten Geh- und Fahrradwege sowie Wartezonen für den Land- und Stadtbus bilden flankierend die beidseitigen Seitenzonen der Brücke. Diese seitlichen Bereiche laden auch zum Verweilen und Plaudern ein. Architektonische Gestaltungselemente, die diese annähernd platzartige Situation optisch konturieren, sind die mit auskragenden Dächern versehenen wind- und regengeschützten Bushaltestellen sowie die spezielle Brüstungsführung, die mit ihren gebogenen Abschlüssen das gesamte Bauwerk elegant, fließend und leicht wirken lassen. Glaselemente und Aussichtspunkte auf die Dornbirner Ach setzen weitere Akzente in diese Richtung. Ein besonderes Augenmerk liegt auch in der Beleuchtung der Brücke, die bestimmte Gestaltungselemente besonders betont.

Eine Brücke als skulpturales Gesamtgefüge

So gesehen stellt die Horizontalebene trotz der proportionalen Verschiebung eine atmosphärisch stimmige und einladende Lösung dar, die ihre Funktionalität für die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer und Passanten uneingeschränkt beweist. Was dem ausführenden Architekturbüro unter der Leitung Dipl.-Ing. Arch. Hugo Dworzak jedoch bereits in der Planungsphase bewusst war, dass die Grundidee, nämlich die Schaffung einer „Brücken-Insel“ mit der Notwendigkeit verbunden ist, eine vertikale Sichtachse im Zentrum der Brücke zu verankern. Es ging darum, gleichsam einen weithin sichtbaren visuellen Ankerpunkt in der Mitte des platzartigen Gebildes zu setzen, ein Signal am Übergang zum innerstädtischen Zentrumsbereich. So kann die Brücke als skulpturale Grundlage, als Sockel oder Fuß für ein hochragendes eigenständiges künstlerisches Element gesehen werden.

Aus der Natur über die Mathematik zur Kunst

Der Vorarlberger Künstler Hubert Lampert beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit aus natürlichen Formen - wie etwa die einer Muschel abgeleiteten mathematischen Überlegungen zu sukzessiven Wachstumsspiralen, die einem bestimmten proportionalen Muster folgen. Grundlage seiner Experimente in der dreidimensionalen Umsetzung, die er „Wirbelwürfel“ nennt, war dabei die nach dem italienischen Mathematiker Leonardo Fibonacci benannte Zahlenreihe. Die spiralartige Skulptur in der Mitte der Sägerbrücke besitzt eine Höhe von 13 Metern, wobei sich die beiden rechtsdrehenden Linie um einen imaginären Kern drehen.

Tänzerische Linie nach oben

Wie eine Art Doppelhelix dreht sich die Plastik zweimal um die eigene Achse nach oben und vermittelt so eine tänzerische Linie, die das gesamte Brückenbauwerk mit einer spielerischen Leichtigkeit versieht und dennoch zentral und weithin sichtbar markiert. Zu diesem Zweck greift der Künstler in den Farbtopf und vertraut dabei auf eine starke Kontrastwirkung. Die beiden identischen Vertikallinien, die mit einem „Drall“ versehen sich spiralförmig und ineinander gedreht nach oben schrauben, werden auf der Außenseite mit einer signalartigen sonnengelben Lackierung versehen, während im Zentrum mit einem matten Schwarz eine Schattenwirkung suggeriert wird. Frei nach dem bedeutenden Maler Paul Klee hat gerade die Spirale eine richtungsweisende Bedeutung: Auf der einen Seite gibt sie den Ausschlag für das Loslösen aus dem Zentrum und auf der anderen Seite verweist sie auf ein sich steigerndes Gebundensein an ein Zentrum. So gesehen ein schönes Bild für eine Skulptur auf der Brücke.

(Der Text wurde leicht modifiziert und etwas gekürzt aus einem Beitrag von „DORNBIRN ONLINE (/Home/) Artikel: „Do.Helix“ auf der Sägerbrücke“ entnommen und erschien am 16. Mai 2016 anlässlich der Eröffnung der neuen Brücke)

 
 

 Fünf Bücher, Kunst am Garnmarkt, Götzis - 2015


 

Inmitten der Götzner Flanierzone, bei der Bibliothek, hängt das kleine, maisgelbe Objekt „Fünf Bücher“ – so luftig, dass es von den meisten Besuchern übersehen wird.

Ausgehend von der zeichnerischen Darstellung verschieden großer Bücher, tritt das Objekt durch sein Streben in die Dreidimensionalität in den Aggregatzustand eines Raumfaltwerkes; die Linien kommen in ihrer Bewegung in den räumlichen Zustand zum Stillstand, die Metamorphose gefriert zu einer Zwischenform.

Es ist ein geometrisches Spiel um die Fragen der Wahrnehmung von Raum und Zeit, das sich dem aufmerksamen Vorübergehenden erschließt.

 
 

 ZEIT RAUM, vorarlberg museum, Bregenz - 2013


 

Die Objekt-Installation "ZEIT RAUM" hängt im 4. Stockwerk im Gang des "vorarlberg museum".

Die Besucher kommen auf ihrem Rundgang am konstruktuv-zentralperspektivischen Punkt (L=7,2 m, H=1,6 m) vorbei, wobei sie das Schrift-Objekt enträtseln können.

 
 

 Erinnerungszeichen "Das gequälte Kreuz", Fontanella - 2013
 

In der auf 1153 Metern liegenden Walsergemeinde Fontanella befindet sich das „Erinnerungszeichen für Kriegsgefangene und ZwangsarbeiterInnen“, das auf Grund eines Projekts anlässlich der Seligsprechung von Provikar Carl Lampert initiiert worden und aus einem künstlerischen Wettbewerb hervorgegangen ist.

Dieses Erinnerungszeichen besteht aus vier vor Ort gefundenen Steinblöcken, die von Kriegsgefangenen behauen worden und nach Auflassung des Lagers 1945 an der Passstraße liegen geblieben sind. Einer davon, der größte, ist nun neben der St. Anna-Kapelle positioniert, auf Passhöhe (1486 Meter), die anderen drei neben der Dorfkirche Hl. Sebastian und Martin.

Etwas eingesunken ruhen sie am Nebeneingang, abgesunken und aneinander gelehnt wie Schlafende oder Tote. Ein Sinnbild des Leids dieser Jahre.

Über den Steinen und in Augenhöhe ein zerknittertes Kreuz, eine Dekonstruktion von Linien und Formen. Doch aus einiger Entfernung, vom Kirchplatz aus gesehen, fügt sich das Stahlgebilde zu einem linearen und geometrischen Ganzen zusammen. Wir sehen das Lateinische Kreuz, das zugleich für Hoffnung und Tod steht.

Es scheint, als ob man das „gequälte Kreuz“ von unten her betrachten würde, wie etwas Schwebendes vielleicht - oder wie ein Gipfelkreuz, das man fast erreicht hat.

Mehr über: „Zwangsarbeiter – Denkmal Fontanella“, 2013 Ariel Lang
– Festrede zur Übergabe des Erinnerungszeichen
(Artikel: Carl Lampert Forum, Katholische Kirche Vorarlberg)

 

  

  

 Wasserlinie 2010
"Wasserlinie 2010" - Kunst am Bau - Projekt "IAP" an der Lutz, Sozialzentrum Ludesch
 

Die über 70 Meter lange Skulptur mit dem Titel "Wasserlinie" schlängelt sich mäanderförmig durch den gesamten Gartenpark des "IAP-Sozialzentrum" in Ludesch. Sie markiert die Grenze zwischen dem öffentlichen Bereich mit einem Gehweg und dem eigentlichen, geschützten Garten für die Bewohner des Hauses, welches speziell für an Demenz erkrankte Menschen konzipiert ist.
Die etwa 1 Meter hohe, stählerne "Wasserlinie" übernimmt die Funktion eines Zaunes oder einer Mauer, wird aber als solche nicht wahrgenommen, ganz im Gegenteil, hier findet Kommunikation statt, die Leute stehen beim dahinplätschernden Gewässer, reden oder lachen und die Kinder spielen mit den Steinen, beobachten das Tummeln der Kleinlebewesen im Wasser, das sich direkt vor ihren Augen abspielt. Wasserläufer huschen vorüber, Schmetterlinge, Bienen und Vögel kommen zum Wasser, um zu trinken.

Die Wasserlinie besteht aus zwei dual verlaufenden Stahlblechen. Diese sind miteinander verbunden und ergeben so eine Art Wanne, die mit 8 Tonnen Gestein aus der Lutz, dem Wildbach des Großen Walsertals, gefüllt ist und eine Chronologie des Gebirgsmassivs darstellt. Vom Ursprungsgebiet oberhalb von Bad Rotenbrunnen bis zum Mündungsgebiet in die Ill trifft sich das erodierte Gestein von der Braunarlspitze, dem Zitterklapfen, dem Glatthorn und der Roten Wand.
Anfangs noch scharfkantig, wird es in weiterer Folge abgeschliffener, runder und sandiger.

Wir finden in der Wasserlinie aber nicht nur die auffälligen Kalke und Dolomite der Hochalpen, sondern auch Pflanzengemeinschaften, wie beispielsweise Frauenmantel, Sandnelke, Sternmoos, Ehrenpreis, Pfeifengras, Hauswurz, Thymian, aber auch andere Blumen und Kräuter, die durch Flugsamen zugewandert sind.

Zufall und Notwendigkeit bestimmen das Leben in der Wasserlinie, sie ist ein Ort natürlicher Ereignisse, geprägt von Wind und Wetter, Eis und Schnee, Überflutung und Trockenheit.

Diese Skulptur wird vom Ludescher Quellwasser gespeist. An den schmalen, geraden Stellen fließt das Nass hurtig zwischen den Steinen. In den großen Umlaufschleifen steht es fast, fließt gemächlich weiter, nimmt dann Tempo auf und plätschert über eine kaskadenförmige Konstruktion in eine kleine, abgedeckte Rinne, wo das Wasser den Fußweg quert und ebenerdig wieder ins Freie tritt. Schlussendlich mündet die Wasserlinie in ein kreisrundes Becken, mit einer Sitzgelegenheit, wo die Bewohner Goldfische, Wasserschnecken und Libellenlarven aus nächster Nähe beobachten können. Durch einen Überlauf gelangt das Wasser dann zurück in den großen Kreislauf der Natur.

Hubert Lampert   


 

 

 

 

 

 

 Volksbank Rankweil - Code Nr. 28
       
 

  

Das Objekt, das formal aus der Konzeption der „Informationsbänder/felder“ stammt und hier seine einmalige, ortsbezogene Ausformung erfahren hat, thematisiert die Kompatibilität von Text und Bild. Es entsteht eine Synthese von Semantik und Form, intellektuellem Hintergrund und sinnlicher Oberfläche,  eine Metasprache durch Inhalt, Struktur und Raum.


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links:   Entwurf für Wandobjekt
Maße: 4,5 x 2,5 m, 420 quadratische Teile, Materal: MDF 16mm, Acryl

 

Bei dem Objekt handelt es sich also um einen codierten Text der ein Zitat von Hermann Schulze-Delitzsch (1808 - 1883) zum Inhalt hat und lautet wie folgt:

„Als Marksteine, welche Recht und Pflicht im Leben des Menschen nach allen Seiten hin abgrenzen, gleichsam als Pole der Achse, um welche sich der ganze Prozess in dieser Sphäre bewegt, sind von der Natur die beiden großen Prinzipien der Freiheit und der Verantwortlichkeit gegeben. Auf der Freiheit, verbunden mit der Verantwortlichkeit für deren Gebrauch, beruht die gesunde Existenz des Einzelnen wie der Gesellschaft.“

  

  

 Öffentlicher Raum - ALPLA Informationsfeld - 2005

 
 

 

Für den Hof der ALPLA Werke konzipierte ich ein begehbares, linear angeordnetes Informationsfeld. Es besteht aus 69 Einzelteilen und die Blöcke aus schalglattem Beton sind alle gleich hoch und breit, die Längen sind einem logischem Muster folgend speziell ausgeformt.

Was anfänglich wie ein Matrixcode oder eine Modullandschaft aussieht, entpuppt sich vom Eingang aus gesehen als Logo. Dieses aus der Zweidimensionalität bekannte Emblem liegt nun dreidimensional, mystisch real, im schwarzgrauen Kiesbeet des Hofes. Überall schließen sich die Teile zu Linien und Buchstabenformen zusammen.

Meine Intention war, einen interaktiven Raum zu schaffen, wo die Menschen die liegende Skulptur durchwandern oder auf ihr Platz nehmen können. So werden sie ein Teil des Ganzen.

Die Aura des Informa-
tionsfeldes schafft eine Identität: Wir sind alle Eins und ohne die Anderen sind wir Nichts.

  

  

 "Würfelturm" FOEN-X Festival, Thaler Areal, Hard - 2005

 

Der 9 Meter hohe, aus warmgewalztem Stahlblech konzipierte Würfelturm versteht sich als räumliches Zeichen am Hafen, assoziativ einem Leuchtturm ähnlich, strahlt er in der Nacht ein Licht, das sich im Inneren des Turms befindet, vertikal in den Himmel.

Das Konstruktionsprinzip geht von einem imaginären Würfel an der Turmspitze aus und wird mit Linien zur Mitte des Turmsockels verbunden. Die Neigungswinkel der Außenwände wiederholen sich bei den trapezförmigen Öffnungen in den Seitenflächen.

Die Höhenabstände der Ausnehmungen sind rhythmisch im Abstand des Maßes des imaginären Würfels.

Die perspektivischen Eigenschaften der Arbeit eröffnen verschiedene impressionistische Tag- und Nachtansichten.

Die Skulptur wurde im Rahmen des Kunstprojekts „FOEN-X“ (Wettbewerb: sehen, trennen, verbinden) realisiert und durch den Sponsor „Chrysanth Thaler, Stahlbau“ hergestellt.

  

  

 Kunst am Bau - Wettbewerb Weiterführende Schulen Triesen (FL) - 2003
   

Die gestaltete Fensterfront thematisiert die binäre Computersprache (ASCII – Code), in der heute Informationen transportiert und ausgetauscht werden. Die Darstellung der Zahlenreihe (z.B.: 1110101 für W) ergibt ein Informationsfeld und wirkt auf der Glasscheibe wie ein Ornament - das die Interferenzebenen Schulhof/Foyer deutlich ins Bewusstsein rückt. Dies verschleiert und filtert den Blick von innen nach außen und umgekehrt.
Das Thema der Arbeit offenbart sich beim Entcodieren des Zahlenfeldes. Dabei handelt es sich um die Artikel 1, 13 + 14 der EU - Menschenrechtscharta. Der Code ist senkrecht von links nach rechts zu lesen und ergibt den Text: „Würde des Menschen - Recht auf Bildung - Freiheit von Kunst“. Diese universalen Regeln führte zu einer Wertegemeinschaft, in der die individuelle Entfaltung erst ermöglicht wurde.
 

  

  

 Hubert Lampert "Millenniums-Kreisel", Kreisverkehr Lustenau / Sägerstrasse - 2001/02
Die Skulptur "Millenniums-Kreisel" wurde speziell für den Standort inmitten des Verkehrsstroms, unter Berücksichtigung der Ortsrandsituation und den angrenzenden Technologiepark konzipiert. Daraus resultieren sowohl die räumlichen, als auch inhaltlichen Überlegungen.
Im Oval des Kreisverkehrs sind auf einem imaginären rechtwinkeligen Dreieck drei flächengleiche Elemente konfiguriert. Sie erinnern in ihrer Formensprache (Dreieck, Quadrat, Kreis) und Farbgebung (Gelb, Rot, Blau) an die Gestaltung von Verkehrszeichen und sind Allegorien auf Informatik, Technologie und die Lage Lustenau's am Rhein. An ihrem höchsten Punkt misst die Stahlskulptur 7 m und hat ein Gewicht von ca. 6 Tonnen.
Die im Dreieck integrierte Informationstafel ist dem Ankommenden zugewandt und versorgt mit Hinweisen auf ortspezifische Ereignisse. Die Aktualisierung wird über GSM aus der Gemeindestube gesteuert. Diesem Element ist die Signalfarbe Gelb zugeordnet. Es ist in einem Winkel von 15° aus dem Rahmen "herausgedreht".
 

Beim roten Quadrat, dem Träger der Photovoltaik-Anlage, ist die Fläche gekippt, an den Rahmen angelehnt und nach Süden ausgerichtet. Inhaltlich drückt sich darin ein dringlicher Appell an den verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Umwelt und die sinnvolle Nutzung regenerativer Energiequellen aus. Die Solargeneratorleistung beträgt 2,52 kWp und wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

  
 
Das spielerische Moment in diesem Ensemble ist der Kreis (Blau). Die aus dem Rahmen gelöste Scheibe ist auf den Kreisring schräg aufgelegt. Die fallende Wasserlinie markiert die Mittelachse und dient als Indikator für die Ereignisse in der Natur und deren immerwährenden Kreislauf. Die Witterungsverhältnisse erzeugen ein eigenes Szenario und zeitigen ihre Auswirkungen: Eisbildung im Winter, Lichtreflexionen im Sonnenlicht. das Zerstäuben der Wassertropfen im Wind und das Verdampfen in der Hitze sind einige der potentielle Möglichkeiten, deren exakte Auswirkungen dem freien Kräftespiel der Natur überlassen bleibt.

  

  

 Kunst am Bau - Kulturbühne "AMBACH", Götzis, Vorarlberg - 2000

Das reliefartige Objekt aus der Konzeption der "Informationsbänder" - in dieser Werkgruppe werden konkrete Aussagen in codierter Form dargestellt - basiert auf dem Binärsystem des ASCII-Codes, dessen Grundelemente sich aus den Zahlen 0 und 1 begründen.
Meine dreidimensionale Umsetzung dieser Computersprache erfolgt in Form von Kugeln (0) und Würfeln (1), deren serielle Anordnung einen visuellen Erfahrungsraum ergeben.
 

 

Je nach Standort des Betrachters ergeben sich unterschiedliche perspektivische Eindrücke; sich veränderndde Lichtverhältnise vertiefen die Impression von Räumlichkeit. Dekodiert eröffnet dieses Informationsband das Postulat "Zeiträume für Inspirationen und Empfindungen".

  

  

 Stadtspital Dornbirn - Duale Paarung (od. Krankheit ist ein Teil der Gesundheit) - 1999
Der Dualismus dieses Ortes führte bei meinen Überlegungen zu einer Konzeption mit einem Gegensatzpaar geometrischer Grundformen.
 
   

Der Kreis – in sich geschlossen und durch die Geraden nicht darstellbar, sowie das Quadrat – die objektivste Form der schematischen Darstellung, bringen zum Ausdruck, dass hier im Eingangsbereich des Spitals die Begegnungen von Gesunden und Kranken, von Personal und Patient, aber auch von Ängsten und Hoffnungen, stattfinden.

Die Frontflächen der Objekte sind in den unbunten Farben Weiß (Hoffnung), die äußeren Begrenzungsflächen in Schwarz (Trauer) gehalten und markieren in ihrer Polarität die Gefühlsextreme.

Die Innenflächen definieren sich durch die Farben Gelb (Wandlung, Dynamik) und Orange (Aktivität, Neubeginn) und lassen so einen stimulierenden Farbraum im Zentrum der Objekte entstehen.

  

  

 Kunst am Bau - "Vierteiliges Objekt", VS Blattur, Götzis - 1995
Es handelt sich hier um ein Konzept der Fläche – Raum – Beziehung unter besonderer Hervorhebung der Farbe am Beispiel des Drei, Vier, Fünf- und Sechsecks.

Das "natürliche Raummass", der Kubus (1 x1 x 1 m) liegt den Objekten zugrunde, Volumen und Flächenanteile sind bei allen Körper gleich.

Das Farbkonzept ereignet sich im Zentrum der Objekte. So sind z.B. im Dreieck die Primärfarben (Gelb, Rot, Blau) enthalten und setzen sich in den weiteren Körpern jeweils mit den ersten Mischfarben (Grün, Orange, Violett) fort.