Fibonacci Experiment
Fibonacci-Arbeiten (seit 1991)

Die Fibonacci-Folge (1+1+2+3+5+8+13+21+34+55 u.s.w.) wurde entdeckt vom italienischen Mathematiker Leonardo Pisano, genannt der "Pisaner" oder nach dem Übernamen seines Vaters "Fibonacci" (der "Gutmütige"). Außer den Jahreszahlen seiner Buchveröffentlichungen (1202) liegen keine genauen Lebensdaten vor. Die Zahlenfolge besteht darin, dass sich jede Zahl aus der Summe der beiden vorangegangen Zahlen bildet. Bemerkenswert ist, dass sich die Spiralformen von Muscheln und Schnecken, sowie die Wachstumsvorgänge der Pflanzen nach der Fibonacci-Zahlenreihe vollziehen.

Das Wachstumsmuster war schon in der Antike sowohl bei den Indern, wie auch bei den Griechen bekannt, aber Fibonacci hat sie wahrscheinlich von einer Reise nach Ägypten mitgebracht und in Europa populär gemacht.


Entwürfe für Brückenskulptur „Do.Helix“, 2016

Die Arbeiten mit der Fibonacci-Reihe hatten stets einen experimentellen Charakter. In der Werkstatt lagen Holzklötzchen in den Proportionen der Zahlenreihe herum. Diese schichtete ich über- und nebeneinander, drehte sie um einen Mittelpunkt oder legte sie einem Relief gleich aneinander. Daraus entstanden Modelle, wobei einige zu Objekten, Reliefs und Skulpturen weiter entwickelt worden sind.

Die Brückenskulptur „Do.Helix“ ist ein Teil der daraus entwickelten Stelen und wurde für den Standort auf der Sägerbrücke adaptiert. (siehe auch „Öffentlicher Raum)

Zum Titel: Das „Do.“ bezieht sich zum einen auf die Stadt Dornbirn und zum andern auf die Doppelhelix, die Farbe Gelb verweist auf Anfang und Aufbruch.

 

 
Vom Grundriss zum Relief, 1999/2001

Dr. philos Helmut Swozilek - Katalogtext zu „7 Positionen österreichischer Kunst aus Vorarlberg", Hrsg. Galerie Lindenplatz, Vaduz, 2001

 

rational – konkret – vermittelbar?
 
Der Unterzeichnete denkt angesichts der visualisierten Zahlenreihe an die Kanons, wie an und in antiken Tempeln, romanischen und gotischen Domen, barocken Schlössern, buddhistischen Heiligtümern, Werken der Indianer und der alten Ägypter zur Anwendung gekommen: im Grundriss und im Aufgehenden.
Freilich sagen wir – aus dem Bauch heraus – diese seien schön. Aber ihre Schönheit liegt wesentlich in der Rationalität. Der Riß für den Turm – einer wie jener des Ulmer Münsters und vergleichsweise andere – kann auf einem zwei Meter hohen Blatt Papier niedergelegt sein. Man könnte sich vorstellen, daß der Architekt nicht zu reisen brauchte (hat es dennoch getan). Die Angaben eines Rasters, eines Rhythmus – mit zulässigen Variablen (und auch diese gleichsam katalogmäßig zur Auswahl) – war mittels eines Proportionsschlüssels zu übergeben.
So landen wir nun bei Musik, der Gefühlvollen – und beim Problem der Vermittelbarkeit: Zählen, Tasten, Schwingen, Hören . . . ist das schon alles?

Dr. philos. Helmut Swozilek


 
Die Vertikale, ab 1991
 

Bei den Stelen wird das den Reliefs zugrundeliegende Prinzip in unterschiedlicher Form in die Dreidimensionalität umgesetzt. Bei einem Teil der Skulpturen erfolgt die Ausführung aus einem – in bewusster Anlehnung an die Polypeptidketten des Kollagentyps (Begriff aus der molekularen Zellbiologie) – spiralförmig um einen manchmal imaginären Kern gewundenen Linienpaar. Andere wiederum bestehen aus einem Kern, dessen Aussparungen der Fibonacci – Progression entsprechen.
 


 

Arbeiten, die nicht in Stahl ausgeführt sind, unterliegen einem Farbkonzept mit den Primärfarben Gelb, Rot, Blau und eventuell derer ersten Mischfarben Orange, Violett und Grün.
Bei allen Objekten verläuft die Progression von oben nach unten.


 
Die Zeichnungen, ab 2001
 

Zeichnungen auf Papier, 2003, Polychromos, Gr.: 30 x 21 cm
  

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Die Lithographie „Netzwerk“
entstand in Zusammenarbeit mit dem
„Museum für Druckgrafik“ in Rankweil (A).

 

Auflage:     20 Stück

Format:      Motiv  21 x 17 cm, Blatt   38 x 27 cm

Preis:         € 150,-

  
 

Fibonacci-Regen I + II, Gr. 70 x 50 cm, Polychromos (kalte Grautöne)
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Fibonacci-Objekte, ab 2008
 

Titel:  Formation
Jahr:   2008
Mat.:   Vierkant-Holz, Fichte
Gr.:     42 x 88 x 4 cm

Titel:  Blaue Mäanderlinie
Jahr:   2011
Mat.:   Fichte, Spezialblau bemalt
Gr.:     48 x 78 x 12 cm

Titel:  Fragment
Jahr:   2003
Mat.:   MDF, Holz, Acryl, Tusche
Gr.:     40 x 40 x 2 cm/font>