Hubert Lampert - Bildhauer, Konzeptkünstler  
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Hubert Lampert
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Sockelinstallation - 2015

Blick in die Ausstellung "KARAMBOLAGE" mit einer Sockelinstallation, zusammen mit Franz Türtscher, Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis, Bregenz, 2015

Variable Anordnung von sieben Würfelkonglomeraten, die ihrerseits einem 27-teiligen Würfel entstammen. (Teilung nach Soma-Würfel"

 
 

 Würfel, 8-teilig, in axialer Auslegung - 2009

Die Dekonstruktion eines Körpers durch Einschneiden, Öffnen und neu Formieren entspringt einem rationalen Grundgedanken. Die uralte Technik des Teilens und Zerlegens ist eine typische bildhauerische Tätigkeit und wird gleichermaßen von Kindern, Mathematikern und Wissenschaftler angewendet. Nur so können wir etwas über den Kern der Dinge erfahren. Nach ihrer chronologischen Teilung in 8 divergierende Elemente werden diese als axiales Ensemble ausgelegt.
Was hier im Modell aus grundiertem Holz gefertigt ist, soll bei einer Realisierung in Sicht-Beton (Weißzement und Carrarasplitt) gegossen werden. (siehe auch bei Wettbewerbsarbeiten)

 
 

 Würfel, variabel - 2006

Die Konstruktion basiert auf dem Teilungsprinzip des „Soma- Würfels“, der aus 27 „gedachten Würfel“ besteht.
Diese sind zu sieben verschiedenartigen „krummen Polywürfel“ zusammengefügt und ergeben, richtig zusammengesetzt, wieder einen Würfel.
(Soma-Würfel, Piet Hein, dänischer Spieleerfinder und Mathematiker)

 
 

 Konzeptionelle Objekte - Würfel

Rezension anlässlich der Ausstellung im "Haus für konstruktive und konkrete Kunst ", Zürich, 1992

Hubert Lampert (geb. 1953) reduziert sein Vokabular seit 1988 ausschliesslich auf den Kubus im Standardmass 1qm – den er in der konnotationsreichen Betitelung "Würfel" verwendet – und die Farben Schwarz, Weiss, die Grundfarben und ihre ersten Mischfarben.

Er schneidet den Würfel ein, vervielfältigt ihn durch Teilungen, fügt die Einzelteile zu neuen Konstellationen im Raum. Ein lebensgrosser Spielbaukasten öffnet sich vor unseren Augen. Die Arbeiten demontieren eine uns allen bekannte Form über die Teilung in Fragmente. Einzelteile erhalten Gewicht und ermöglichen die Konstruktion einer neuen plastischen Form. Jeder bearbeitete Würfel wird zur virtuellen Möglichkeit des Ideals eines Kubus, wird "auseinandergenommen" zum Spielfeld vieler Möglichkeiten. In der räumlichen Anschauung erschaffen wir uns die Würfel neu. So entsteht ein spielerisches Szenario, das die Mobilität in Raum und Zeit über die Möglichkeit der variablen Plazierung der Teile beinhaltet und die Bedingungen der Sichtbarkeit der Form im und durch den Raum formuliert. Dies wird nochmals sichtbar, wenn der Künstler die Vermischung von zwei- und dreidimensionalen Wüfeldefinitionen zeigt, indem er den Würfel als optisches Verwirrspiel in seinen Umrisslinien ausführt.

Der Würfel fungiert als "Nullform" eines bekannten Zeichens, dessen Bedeutungsgehalt durch die individuelle Erforschung immer wieder neu formuliert werden kann. Die Auseinandersetzung mit dem Bekannten ermöglicht uns eine Differenzierung, nämlich das Neue, immer wieder andere daran zu entdecken. Hubert Lamperts Würfelkonstruktionen und Dekonstruktionen sind so ein eigentliches Unternehmen zur Wiedereinsetzung von Form.
 

 

Beatrix Ruf
Zürich, im September 1992

 
 

 Kunst am Bau - Entwurf "OVUM" - 2002
 

Das Objekt besitzt eine quadratische Grundfläche, in den Seitenflächen ergibt sich das Goldene Rechteck.
Aus diesem Plattenstapel schält sich ein eiförmiger Körper. Dieser Körper wird wiedewrum in derselben Stapelkonstruktion daneben aufgebaut. Die nun sichtbare Form wiederholt das sie bedingende Konstruktionsprinzip. Der Prozess des sich aus der vorhergehenden Form herausschälenden Körpers wird in der Vertikale fortgesetzt. Konstruktionsbedingt verjüngen sich die Objekte und mutieren zu einer tannenzapfenähnlichen Restform.
 

Schnittmuster: Alle Teile werden aus 23 quadratischen Flächen gesägt.

          

 
 

Konkrete Stahlarbeiten
 
 
     

 
 

 Wettbewerb LICHT, Kunstforum Montafon, 2012

Licht ist ein Erregungszustand der Raumzeit
Meine früheste Erinnerung an das Licht war nicht etwa das Sonnen- od. Tageslicht oder wenn abends Mutter das Licht anknipste, sondern das „ewige Lichtlein“ in der Kirche. Es faszinierte mich, weil dieses rot war und scheinbar nie erlosch, war es doch in Wirklichkeit nur eine Kerze, eingesperrt in ein Glasgehäuse, wie ich später feststellte. Ich erinnere mich auch, dass man das Licht in Laternen nach Hause trug, um die katholische Finsternis zu erhellen.

Die Idee, Licht als Zeichen der Hoffnung zu den Menschen zu bringen, soll in meinem Beitrag thematisiert werden. In einer Transportkiste verpackt, wird das verschlossene Licht zur Ausstellung geschickt, wo die Kiste nicht geöffnet, der Besucher aber ermuntert wird, mit einer bereitgestellten Bohrmaschine Löcher in die Kiste zu bohren, um solcherart das Licht zu befreien und den Wellen-Teilchen-Dualismus mit Lichtgeschwindigkeit in unsere Welt zu entlassen. (Auszug aus Wettbewerbstext)
 

  
Lichtkiste zu Ausstellungsbeginn                                                      Lichtkiste nach der Ausstellung

 
 

 Wettbewerb Hafen Bregenz – 2009 2

Für die Gestaltung des großen, langgezogenen Promenadenplatzes am See schlage ich einen imaginären Würfel mit einer Kantenlänge von 2,5 Meter vor.

Aus ihm sollen exakt definierte Teile herausgeschnitten werden. Nach ihrer chronologischen Teilung in 8 divergierende Elemente sollen diese als axiales Ensemble aufgestellt werden. Sie sind so dimensioniert, dass sie zu einer begehbaren Skulptur werden, oder als Sitzgelegenheit dienen können, bzw. zu anderen Aktivitäten anregen.

 
 

 Wettbewerb HOLZ, Kunstforum Montafon (A) - 2008

20-teilige Skulptur mit verschiedenen Auslegevarianten – jeder Besucher konnte durch Umlegen der Teile neue Formationen bilden.

Titel: Vorhaben  
Mat.: Fichte, gesägt und leicht angeschliffen.
Größe der Box: 35 x 54 x 8 cm

Wenn ich an Holz denke und wie ich dieses Material verwende, dann ist es nicht die schöne Oberfläche und die reiche Auswahl von so vielen unterschiedlichen Arten, sondern deren spezifische Eigenschaft bezüglich Statik, Gewicht und Handhabung.

So verwundert es kaum, dass manche meiner skulpturalen Arbeiten kaum mit Holz assoziiert werden, obwohl es als Trägermaterial fungierte. Ebenso spielt Holz eine wichtige Rolle als Basismaterial für Hilfswerkzeuge, Haltekonstruktionen oder beim Modellbau.

Die vorliegende Arbeit VORHABEN entstammt aus einem solchen Arbeitsprozess. Es handelt sich um das Restmaterial einer Gussform. In diesen Rest-Teilen waren dieselben Formeigenschaften wie in den originalen Formteilen und ich konnte die verbliebenen Kreissegmente einfach nicht zum Brennholz werfen.

So zog ich sie in einem Plastiksack von einer Werkstattecke in die andere; manchmal legte ich sie aus, gelegentlich systematisch geordnet, dann wieder chaotisch oder ich stapelte sie zu einem Turm und verwarf das Ganze wieder. Irgendwann sollte ein Objekt daraus werden, aber das blieb über all die Jahre hinweg nur ein Vorhaben.

  

Nun entsann ich mich dieser Teile, weil sie so symptomatisch dafür sind, wie ich Holz einsetze. Einmal als konstruktives Material wie z.B. bei den Objekten und das andere Mal als Mittel zum Spielen mit Klötzchen, zum ausprobieren von seriellen Varianten und zum überprüfen von Proportionen und Maßen, sowie zum Studium architektonischer Formen.

Das 20-teilige Objekt, das in seiner geöffneten Verpackungsschachtel auf einem Sockel präsentiert werden soll, hat einen konzeptionellen Ansatz.

 

Es wäre schön, wenn das spielerische Potential der Arbeit in der Ausstellung zum Ausdruck kommen könnte, und zwar so, dass die Besucher in ein interaktives Spiel treten und die Holzteile durch um- u. auslegen neu formieren. So entstehen temporäre Bilder und Muster.

   

Am Ende eines solchen Auslegespiels durch den Besucher steht ein Fotodokument der jeweiligen Variante. Das mit einer Sofortbildkamera gemachte Bild (am Besten durch den Akteur selbst) wird in einem bereitgestellten Karteikästchen in der Ausstellung archiviert werden und für jedermann einsehbar sein.

Auf diese Weise wird ein zusätzlicher Prozess in Gang gesetzt und es entsteht ein neues, demokratisches Werk, das sich quasi selbst erschaffen hat.

 
 

 Symposium Kluftern/Friedrichshafen (D) - 2008
       
Modell: 50 x 70 x 40 cm

 
Netzkonstruktion

   

 
Der Entwurf „Netzwerk“ lehnt sich bewusst an die Konstruktion und Verdrahtung der regionalen Hopfenkulturen an. Die jährliche Bepflanzung soll einen vegetativen Kubus schaffen und durch seine Begehbarkeit den Besuchern einen kontemplativen Raum zum ausruhen und träumen bieten.


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Inmitten des sommerlichen Hopfengeflechtes, auf einer Bank liegend, kann der beschauliche Gast durch einen Netzraster aus Drähten die Wolken dahin ziehen sehen, oder nächtens die Sterne auf ihrer Wanderung betrachten. Vielleicht erliegt er aber auch dem Säuseln des Windes zur Winterszeit oder verfängt sich beim Betrachten des strahlendblauen Himmels in den Drähten des Netzwerkes.